Großeinsatz durch brennenden Lithium-Ionen-Akku

B3 - Feuer/Rauch unklare Lage Gebäude

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Auf dem Betriebsgelände eines Automobilherstellers kam es heute Nachmittag zu einem Brand von einem Lithium-Ionen-Akku. 

Noch auf der Anfahrt des Löschzuges der Abteilung Bietigheim teilten Betriebsangehörige mit, dass sich der Brand ausbreiten würde. Es wurden daher direkt weitere Kräfte der Abteilung Bissingen nachalarmiert.

Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs stand ein Fahrzeug-Akku innerhalb einer Halle im Vollbrand, das Gebäude war stark verraucht und bereits geräumt. Die Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz vor und konnten den brennenden Akku auf einem fahrbaren Gestell aus der Halle verbringen. Erst im Außenbereich wurde mit der Brandbekämpfung begonnen, ein größerer Gebäudeschaden durch Löschwasser konnte so vermieden werden.

Anfang gingen zwei Trupps unter Atemschutz mit C-Rohren vor, später wurde ein tragbarer Werfer eingesetzt. Hierbei wurde auch spezieller Löschschaum verwendet.

Die Löschmaßnahmen führten zu einer enormen Rauchentwicklung. Durch die Einsatzleitung wurde daher über Rundfunk und mittels der Nina-Warn-App die Bevölkerung aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. 

Um den Lithium-Ionen-Akku vollständig abzulöschen und zu kühlen wurde der für diese Zwecke im Landkreis Ludwigsburg vorgehaltene Abrollbehälter "Hochvolt" angefordert. Die Feuerwehr Ludwigsburg brachte diesen zusammen mit der Feuerwehr Kornwestheim an die Einsatzstelle. Ebenfalls aus Ludwigsburg wurde ein Teleskoplader alarmiert um den Akku sicher in den Container zu verbringen. Diese Arbeiten wurden unter Atemschutz durchgeführt.

Alle betroffenen Gebäudeteile wurden umfangreich belüftet. Hier kam neben mehreren tragbaren Lüftern auch der mobile Großventilator der Feuerwehr Bietigheim-Bissingen zum Einsatz. Abschließend wurden die Räumlichkeiten von einem Messtrupp der Feuerwehr Ludwigsburg freigemessen, es konnten keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen nachgewiesen werden.

Der diensthabende Kreisbrandmeister machte sich ein Bild von der Lage an der Einsatzstelle. Der vor Ort befindliche Rettungswagen musste nicht eingesetzt werden. Einen gleichzeitig auflaufenden Paralleleinsatz konnte durch in der Wache befindliche Reserve-Kräfte abgearbeitet werden.