Wer wir sind

"Wir" - das ist die Freiwillige Feuerwehr Bietigheim-Bissingen

Ja, ganz richtig; entgegen der häufigen Meinung, dass wir eine Berufsfeuerwehr sind, gibt es in Bietigheim-Bissingen eine Freiwillige Feuerwehr. Lediglich zwei Gerätewarte sind als "Verwaltungsangestellte im Fachbereich Feuerwehr" hauptamlich bei der Stadt beschäftigt und kümmern sich in der Feuerwache an der Mühlwiesenstraße um den Unterhalt aller Fahrzeuge und Geräte und besetzen abwechselnd das Bereitschaftstelefon sowie im Einsatzfall die Zentrale in der Feuerwache. Durch die Tätigkeit der beiden Hauptamtlichen wird die gesamte Freiwillige Feuerwehr Bietigheim-Bissingen unterstützt und entlastet. Zusätzlich wohnt ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in einer Dienstwohnung der Stadt in der Feuerwehrwache und unterstützt den Bereitschaftsdienst in der Nacht.

Alle anderen Einsatzkräfte sind Freiwillige Feuerwehrleute und gehen ausserhalb der Übungen und Einsätze einer anderen Tätigkeit nach.

Übungs- und Ausbildungsdienste finden überwiegend in der Freizeit der Feuerwehrangehörigen abends oder an Wochenenden statt.
Lediglich länger dauernde Lehrgänge für Führungs- oder Spezialkräfte finden an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg als Vollzeitlehrgänge statt.

Woher wissen die Feuerwehrleute, dass es brennt?

Da wir Freiwilligen ja weder in der Feuerwache arbeiten noch schlafen, wissen wir ja eigentlich nicht, dass es brennt, oder jemand anderweitig unsere Hilfe braucht.

Warum kommen wir doch zur rechten Zeit zum Einsatz?

In Bietigheim-Bissingen ist jeder Feuerwehrangehörige mit einem sogenannten Funkmeldeempfänger ausgestattet, den er immer bei sich trägt. 
Wird durch die Leitstelle Ludwigsburg oder eine der Zentralen in den Gerätehäusern der Stadt ein Alarm ausgelöst, so reagieren die Funkmeldeempfänger auf ein bestimmtes digitales Funksignal und schlagen Alarm.
Anhand einer bestimmten Tonfolge oder eines Textes erfahren die Feuerwehrleute um was für einen Alarm es sich handelt und begeben sich umgehend zum jeweiligen Gerätehaus.

Was passiert nach einem Alarm?

(am Beispiel der Abteilung Bietigheim)

Parallel zu den Funkmeldeempfängern der Freiwilligen ertönt in der Feuerwache ein sogenannter "Hausalarm", der akustisch, als auch optisch den eingegangenen Alarm signalisiert. Auch hierbei wird zwischen einem sogenannten Gesamtschleifenalarm, oder einem Kleinschleifenalarm unterschieden.
Der diensthabende Gerätewart begibt sich unverzüglich in die Zentrale und startet eine Abfrage bei der Feuerwehrleitstelle in Ludwigsburg. Einsatzart und Einsatzort werden dann in ein Programm am PC eingegeben, in eine Depesche für die anrückenden Kräfte umgewandelt und in der Fahrzeughalle ausgedruckt.
Anschließend werden die Tore der für den Einsatz benötigten Fahrzeuge geöffnet.
Da die anrückenden Kräfte automatisch an der Fahrzeughalle vorbeikommen, sehen sie so ganz einfach, welche Fahrzeuge besetzt werden müssen.